Die Botschaft zum Weihnachtsfest

Botschaft zum WeihnachtsfestDas Weihnachtsfest übt eine grosse Faszination auch auf diejenigen aus, die nicht christlich orientiert oder gläubig sind. Diese Menschen werden von etwas berührt, das tief in ihnen verborgen ist und nach dem sie sich sehnen: Geborgenheit, Wärme, Licht, Ruhe oder Frieden. Fragt man Menschen, warum sie Weihnachten feiern, erhält man vielfältige Antworten. Selbst unter Christen gibt es häufig verschiedene Meinungen über die Bedeutung dieses Festes. Für uns Christen bietet dies eine wertvolle Möglichkeit, ihnen die Botschaft von Jesus Christus näherzubringen Es fällt uns schwer, die richtigen Worte für die Bedeutung dieses Festes zu finden. Es ist eine gängige Aussage, dass Jesus für uns gestorben ist, jedoch dürfen wir nicht ausser Acht lassen, dass seine Geburt vor seinem Tod ebenfalls eine wesentliche Bedeutung für uns hat.

Geschichte der Menschheit

Warum benötigen wir Menschen Erlösung? Um diese Frage zu beantworten sollten wir uns den Ursprüngen zuwenden: «Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau» (1. Mose 1,27).

Wir Menschen wurden nicht allein nach dem Ebenbild Gottes erschaffen, sondern auch dazu, in Jesus Christus zu sein: «Denn in ihm (Jesus) leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts» (Apostelgeschichte 17,28).

Wir sollten ebenso bedenken, dass Gott uns aus dem einen Samen Adams erschaffen hat, was bedeutet, dass wir alle von ihm abstammen. Als Adam sündigte, sündigten wir alle mit ihm, da wir «in Adam» sind. Diesen Punkt macht Paulus den Römern sehr deutlich: «Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben» (Römer 5,12).

Durch den Ungehorsam eines Menschen (Adam) wurden wir alle zu Sündern: «Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unseres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern» (Epheser 2,3).

Wir erkennen, dass der erste Mensch, Adam, uns alle zu Sündern machte und uns allen den Tod brachte – uns allen, weil wir in ihm waren und er in unserem Namen handelte, als er sündigte. Angesichts dieser schlechten Nachricht könnten wir schlussfolgern, dass Gott ungerecht sei. Doch lassen Sie uns nun der guten Nachricht unsere Aufmerksamkeit schenken.

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht lautet, dass die Geschichte der Menschheit nicht mit Adam beginnt, der die Sünde und den Tod in die Welt brachte, sondern sie hat den Ursprung in Gott. Er erschuf uns nach seinem Ebenbild und wir sind in Christus Jesus erschaffen worden. Deshalb kam Jesus, als er geboren wurde, für uns als zweiter Adam auf die Welt, um das zu vollbringen, wozu der erste Adam nicht in der Lage war. Paulus erklärt den Römern, dass ein zweiter Adam (Jesus Christus) kommen sollte: «Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, die nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam, welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte» (Römer 5,14).

Adam ist stellvertretend das Oberhaupt von allen Menschen, die zur alten Schöpfung gehören. Christus ist das Oberhaupt, von allen Menschen, die zur neuen Schöpfung gehören. Ein Haupt handelt für alle, die ihm unterstellt sind: «Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen (Adam) die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen (Jesus) die Vielen zu Gerechten» (Römer 5,18-19).

Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht eine sündige Handlung durch Adam in die Welt gekommen ist, sondern die Sünde als Wesen (Römer 5,12). Vor der Bekehrung sind wir nicht deshalb Sünder, weil wir sündigen, sondern wir sündigen, weil wir Sünder sind. Wir sind abhängig von der Sünde und ihrer Auswirkung dem Tod! Deshalb sind alle Menschen zu Sündern geworden und müssen sterben, weil sie gesündigt haben. In Jesus Christus nehmen wir ein neues Wesen an, sodass wir nun Anteil an der göttlichen Natur erhalten: «Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die kostbaren und allergrössten Verheissungen geschenkt, damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur, wenn ihr der Vergänglichkeit entflieht, die durch Begierde in der Welt ist» (2. Petrus 1,3-4).

Deshalb sind wir alle in Christus Jesus gerechtfertigt; wir sind es nicht aufgrund unseres eigenen Zutuns, sondern aufgrund dessen, was Jesus für uns an unserer Statt vollbrachte: «Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt» (2. Korinther 5,21).

Die Geburt Jesu Christi, deren Gedenken wir jedes Jahr zu Weihnachten ehren, gilt als das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der Menschheit. Mit seiner Geburt in menschlicher Gestalt auf Erden übernahm Jesus – ähnlich wie einst Adam in seiner Rolle als unser Stellvertreter – das menschliche Dasein. Jede Handlung, die er vollzog, tat er zu unserem Besten und im Namen von uns allen. Dies bedeutet, als Jesus den Versuchungen des Teufels widerstand, wird uns angerechnet, als hätten wir selbst dieser Versuchung Widerstand geleistet. Ebenso wird uns das gerechte Leben, das Jesus vor Gott führte, angerechnet, als hätten wir selbst in solcher Gerechtigkeit gelebt. Bei der Kreuzigung Jesu sind auch wir mit ihm gekreuzigt worden und in seiner Auferstehung sind wir gleichsam mit ihm auferstanden. Als er in den Himmel aufstieg, um seinen Platz zur Rechten des Vaters einzunehmen, wurden wir gleichsam mit ihm erhöht. Hätte er nicht in menschlicher Gestalt unsere Welt betreten, wäre es ihm nicht möglich gewesen, für uns zu sterben.

Das ist die gute Botschaft zum Weihnachtsfest. Er kam für uns auf die Welt, lebte für uns, starb für uns und ist um unseretwillen auferstanden, um für uns zu leben. Daher konnte Paulus den Galatern gegenüber verkünden: «Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben» (Galater 2,19-20).

Schon jetzt Realität!

Sie stehen vor einer bedeutenden Wahl: Entweder entscheiden Sie sich für den «Do-It-Yourself-Glauben», indem Sie an sich selbst glauben oder Sie wählen den Weg Jesu Christi, der stellvertretend für Sie eingetreten ist und Ihnen das Leben schenkt, das er für Sie bereithält. Diese Wahrheit ist bereits gegenwärtige Realität. Jesus selbst erklärte seinen Jüngern, dass ein Tag kommen werde, an dem sie erkennen würden, dass sie in ihm sind und er in ihnen ist: «An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch» (Johannes 14,20). Diese tiefe Verbindung ist keine ferne Zukunftsvision, sondern bereits heute erfahrbar. Jeder Mensch ist nur durch seine eigene Entscheidung von Gott getrennt. In Jesus sind wir mit dem Vater vereint, denn er ist in uns und wir in ihm. Ich ermutige Sie daher, sich mit Gott versöhnen zu lassen: «So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!» (2. Korinther 5,20). Dies ist ein herzlicher Appell an Sie, die Versöhnung mit Gott zu suchen.

Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachten! Möge diese Zeit Sie dazu inspirieren, Gott für die Geburt Jesu zu danken, so wie es einst die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland taten. Danken Sie Gott von ganzem Herzen für sein kostbares Geschenk!

von Takalani Musekwa


Weitere Artikel über gute Botschaften:

Guter Rat oder gute Nachricht?

Was ist die gute Botschaft Jesu?