Friede am Muttertag

441 friede am muttertagEin junger Mann kam mit der Frage zu Jesus: ‚ÄěLehrer, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen? Ehre deinen Vater und deine Mutter und liebe deinen Mitmenschen, wie dich selbst‚Äú (Mt 19,16 und 19 HFA).

F√ľr die meisten von uns ist der Muttertag eine Gelegenheit, die Liebe zwischen einem Elternteil und ihren Kindern zu feiern, aber f√ľr Deborah Cotton wird der Muttertag immer die Geschichte einer besonderen Art von Liebe bleiben. Deborah ist Journalistin und langj√§hrige Verfechterin von Gewaltlosigkeit und sozialer Hilfe. Sie gab Jahre ihrer Karriere hin, um Menschen in benachteiligten Quartieren in ihrem geliebten New Orleans zu helfen. Am Muttertag des Jahres 2013 √§nderte sich alles: Sie war eine von 20 Menschen, die bei einer Schiesserei w√§hrend einer Parade verletzt wurden. Als zwei Bandenmitglieder das Feuer in die Menge unschuldiger Zuschauer er√∂ffneten, wurde Deborah in den Bauch getroffen; das Geschoss besch√§digte mehrere ihrer lebenswichtigen Organe.

Sie √ľberlebte dreissig Operationen, wird jedoch f√ľr immer Narben tragen; eine Erinnerung an die hohen Kosten ihres Dienstes f√ľr die Gemeinschaft. Was w√ľrde der Muttertag nun f√ľr sie bedeuten? Sie stand vor der Wahl, die schreckliche Erinnerung an diesen Tag und den damit verbundenen Schmerz wieder zu durchleben, oder ihre Trag√∂die durch Vergebung und Liebe in etwas Positives zu verwandeln. Deborah w√§hlte den Weg der Liebe. Sie streckte die Hand nach dem Mann aus, der sie beschoss und besuchte ihn im Gef√§ngnis. Sie wollte seine Geschichte h√∂ren und verstehen, weshalb er so grauenhaft handelte. Seit ihrem ersten Besuch hat Deborah dem Sch√ľtzen geholfen, sein Leben zu ver√§ndern und sich auf seine geistliche Ver√§nderung in der Beziehung zu Gott zu konzentrieren.

Als ich von dieser unglaublichen Geschichte h√∂rte, konnte ich nicht anders, als an die lebensver√§ndernde Liebe unseres eigenen Erl√∂sers zu denken. Wie Deborah tr√§gt auch er die Narben der Liebe, ewige Erinnerung an die hohen Kosten seines Wirkens, um die Menschheit zu erl√∂sen. Der Prophet Jesaja erinnert uns daran: ‚ÄěEr wurde wegen unserer S√ľnden durchbohrt. Er wurde wegen unserer S√ľnden bestraft ‚Äď und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt‚Äú (Jes 53,5 HFA).

Und das Erstaunliche? Jesus tat dies freiwillig. Er kannte vor seinem Tod den Schmerz, den er erleiden w√ľrde. Anstatt sich abzuwenden, nahm der s√ľndlose Sohn Gottes freiwillig die gesamten Kosten auf sich, um die gesamte S√ľnde der Menschheit zu verurteilen und zu tilgen, um uns mit Gott zu vers√∂hnen und uns vom √ľblen, ewigen Tod zu befreien. Er bat seinen Vater, den M√§nnern zu vergeben, die ihn kreuzigten! Seine Liebe kennt keine Grenzen! Es ist ermutigend zu sehen, wie sich Zeichen der Vers√∂hnung und die verwandelnde Liebe in der heutigen Welt durch Menschen wie Deborah ausbreiten. Sie w√§hlte Liebe statt Verurteilung, Vergebung statt Vergeltung. Am kommenden Muttertag k√∂nnen wir uns alle durch ihr Beispiel inspirieren lassen: Sie hat sich auf Jesus Christus verlassen, folgte ihm nach, lief hinaus, um dasselbe zu tun wie er, zu lieben.

von Joseph Tkach


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