MEDIEN

01. August 2016

Unsere neue Identität in Christus

229 unsere neue identitaet in christus

Martin Luther nannte die Christen „gleichzeitige Sünder und Heilige“. Diese Bezeichnung hat er ursprünglich auf Lateinisch verfasst simul iustus et peccator. Simul bedeutet auf Deutsch „gleichzeitig“, iustus steht für „gerecht“, et bedeutet „und“ und peccator steht für „Sünder“. Wenn man das wörtlich nimmt, bedeutet es, dass wir gleichzeitig in beidem, der Sündhaftigkeit und in der Sündlosigkeit leben. Luthers Leitspruch wäre dann ein Widerspruch in sich. Aber er sprach metaphorisch und wollte das Paradox ansprechen, dass wir im Reich Gottes auf der Erde nie ganz frei von sündigen Einflüssen sind. Obwohl wir mit Gott versöhnt sind (Heilige), leben wir kein perfektes Christus ähnliches Leben (Sünder). Als Luther diesen Spruch formulierte,…

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10. Juli 2017

Lebensgemeinschaft mit Gott

394 lebensgemeinschaft mit gottIm 2. Jh. n. Chr. machte Marcion, den Vorschlag, das Alte Testament (AT) abzuschaffen. Er hatte seine eigene Version des Neuen Testamentes (NT) mit Hilfe des Lukas-Evangeliums und einiger Paulus-Briefe zusammengestellt, dabei aber alle Zitate aus dem AT entfernt, weil er meinte, dass der Gott des ATs keine grosse Bedeutung habe; er sei doch nur der Stammesgott Israels. Wegen Verbreitung dieser Ansicht wurde Marcion aus der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen. Die frühe Kirche begann daraufhin ihren eigenen Kanon der Schriften zusammen zu stellen, bestehend aus den vier Evangelien und allen Paulusbriefen. Auch hielt die Kirche am AT als Bestandteil der Bibel fest, in der festen Überzeugung, dass uns dessen Inhalt hilft zu verstehen, wer Jesus…

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20. Oktober 2017

Er sorgte für sie

401 er sorgte für sieDie meisten von uns lesen die Bibel schon seit langer Zeit, oft sogar seit vielen Jahren. Es tut gut, die vertrauten Verse zu lesen und sich in sie einzuhüllen, als wären sie eine warme Decke. Dabei kann es vorkommen, dass unsere Vertrautheit bewirkt, dass wir Dinge übersehen. Wenn wir sie mit wachen Augen und aus einem neuen Blickwinkel lesen, kann der Heilige Geist uns helfen, mehr zu erkennen und uns möglicherweise auch an Dinge erinnern, die wir vergessen haben.

Als ich wieder einmal in der Apostelgeschichte las, stiess ich in Kapitel 13, Vers 18, auf eine Stelle, die sicherlich viele von uns gelesen haben, ohne ihr grosse Beachtung geschenkt zu haben: „Und vierzig Jahre lang ertrug er sie in der Wüste“ (Luther 1984). In der…

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