MEDIEN

01. August 2016

Unsere neue Identität in Christus

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Martin Luther nannte die Christen „gleichzeitige Sünder und Heilige“. Diese Bezeichnung hat er ursprünglich auf Lateinisch verfasst simul iustus et peccator. Simul bedeutet auf Deutsch „gleichzeitig“, iustus steht für „gerecht“, et bedeutet „und“ und peccator steht für „Sünder“. Wenn man das wörtlich nimmt, bedeutet es, dass wir gleichzeitig in beidem, der Sündhaftigkeit und in der Sündlosigkeit leben. Luthers Leitspruch wäre dann ein Widerspruch in sich. Aber er sprach metaphorisch und wollte das Paradox ansprechen, dass wir im Reich Gottes auf der Erde nie ganz frei von sündigen Einflüssen sind. Obwohl wir mit Gott versöhnt sind (Heilige), leben wir kein perfektes Christus ähnliches Leben (Sünder). Als Luther diesen Spruch formulierte,…

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04. Januar 2017

Predigen wir „billige Gnade“?

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Vielleicht haben auch Sie schon einmal gehört, dass über Gnade gesagt wurde, „die gäbe es nicht unbeschränkt“ oder „sie stelle Anforderungen“. Wer Gottes Liebe und Vergebung betont, wird gelegentlich Leuten begegnen, die den Vorwurf erheben, man wolle „billige Gnade“, wie sie es abschätzig nennen, befürworten. Genau dies ist bei meinem guten Freund und GCI-Pastor, Tim Brassel, passiert. Er wurde beschuldigt, er würde „billige Gnade“ predigen. Mir gefällt, wie er darauf reagierte. Seine Antwort war: „Nein, ich predige nicht billige Gnade, sondern weit besser: freie Gnade!“

Der Ausdruck billige Gnade stammt von dem Theologen Dietrich Bonhoeffer, der ihn in seinem Buch „Nachfolge“ verwendet und damit populär gemacht hat. Er benutzte ihn,…
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20. Oktober 2017

Er sorgte für sie

401 er sorgte für sieDie meisten von uns lesen die Bibel schon seit langer Zeit, oft sogar seit vielen Jahren. Es tut gut, die vertrauten Verse zu lesen und sich in sie einzuhüllen, als wären sie eine warme Decke. Dabei kann es vorkommen, dass unsere Vertrautheit bewirkt, dass wir Dinge übersehen. Wenn wir sie mit wachen Augen und aus einem neuen Blickwinkel lesen, kann der Heilige Geist uns helfen, mehr zu erkennen und uns möglicherweise auch an Dinge erinnern, die wir vergessen haben.

Als ich wieder einmal in der Apostelgeschichte las, stiess ich in Kapitel 13, Vers 18, auf eine Stelle, die sicherlich viele von uns gelesen haben, ohne ihr grosse Beachtung geschenkt zu haben: „Und vierzig Jahre lang ertrug er sie in der Wüste“ (Luther 1984). In der…

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