Wir sind Gottes Werk

Ein neues Jahr beginnt in dieser unruhigen Welt, während wir unsere erstaunliche Reise weiter und tiefer in das Reich Gottes fortsetzen! Wie Paulus schrieb, hat uns Gott bereits zu Bürgern seines Reiches gemacht, als er uns „von der Macht der Finsternis errettet und uns in das Reich seines lieben Sohnes versetzt hat, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden“ (Kol. 1,13-14).

Da unser Bürgerrecht im Himmel ist (Phil. 3,20), haben wir eine Verpflichtung, Gott zu dienen, seine Hände und Arme in der Welt zu sein, indem wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst. Weil wir Christus gehören, und nicht uns selber oder der Welt um uns herum, sollen wir nicht vom Bösen überwunden werden, sondern sollen das Böse durch das Gute überwinden (Röm. 12,21). Gott hat den ersten Anspruch auf uns, und die Grundlage für diesen Anspruch liegt darin, dass er uns aus freien Stücken und aus Gnade versöhnt und uns erlöst hat, als wir noch in hoffnungsloser Knechtschaft der Sünde ergeben waren.

Sie mögen die Geschichte über den Mann gehört haben, der gestorben war, dann aufwachte und sich vor Jesus stehen sah, vor einem riesigen goldenen Tor mit einem Zeichen auf dem stand: „Himmelreich“. Jesus sagte: „Du brauchst eine Million Punkte, um in den Himmel zu kommen. Erzähle mir all die guten Dinge, die du getan hast, die wir dann deinem Konto gutschreiben können – und wenn wir eine Million Punkte erreichen, werde ich das Tor öffnen und dich hineinlassen.“

Der Mann sagte: „Gut, mal sehen. Ich war mit der gleichen Frau 50 Jahre lang verheiratet und habe sie niemals betrogen oder belogen.“ Jesus sagte: „Das ist wunderbar. Du bekommst dafür drei Punkte.“ Der Mann sagte: „Nur drei Punkte? Wie steht es mit meiner perfekten Anwesenheit bei den Gottesdiensten und meinem perfektem Zehntenzahlen? Und wie steht es mit all meinen Almosen und meinem Dienst? Was bekomme ich für all das? Jesus schaute auf seine Punktetabelle und sagte: „Das macht 28 Punkte aus. Das bringt dich auf 31 Punkte. Du brauchst nur noch 999.969 weitere. Was sonst hast du getan? Der Mann geriet in Panik. „Das ist das Beste, was ich habe“, stöhnte er, und es ist nur 31 Punkte wert! Ich werde es nie schaffen!“ Er fiel auf seine Knie und schrie: „Herr, sei mir gnädig!“ „Geschafft!“ rief Jesus aus. „Eine Million Punkte. Komm herein!“

Das ist eine niedliche Geschichte, die eine erstaunliche und wunderbare Wahrheit zeigt. Wie Paulus in Kolosser 1,12 schrieb, ist es Gott, „der uns tüchtig gemacht hat, zum Erbteil der Heiligen im Licht“. Wir sind Gottes eigene Schöpfung, versöhnt und erlöst durch Christus, einfach weil Gott uns liebt! Eine meiner Lieblingsschriftstellen ist Epheser 2,1-10. Beachten Sie die Wörter in Fettdruck:

„Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden ... Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern. Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner grossen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht aus Gnade seid ihr selig geworden -; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.“

Was könnte ermutigender sein? Unser Heil hängt nicht von uns ab – es hängt von Gott ab. Weil er uns so sehr liebt, hat er in Christus alles getan, was notwendig ist, um es sicherzustellen. Wir sind seine neue Schöpfung (2 Kor. 5,17; Gal. 6,15). Wir können gute Werke tun, weil uns Gott von den Ketten der Sünde befreit und uns für sich selber beansprucht hat. Wir sind das, wozu Gott uns gemacht hat, und er befiehlt uns, dass wir in der Tat das sein sollten, was wir sind – die neue Schöpfung, zu der er uns in Christus gemacht hat.

Welch eine wunderbare Hoffnung und welche ein Gefühl von Frieden können wir dem neuen Jahre entgegenbringen, sogar inmitten von unruhigen und gefährlichen Zeiten! Unsere Zukunft gehört Christus!

von Joseph Tkach


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