Die Geistwelt

Wir halten unsere Welt für physisch, stofflich, dreidimensional. Wir erleben sie durch die fünf Sinne Berühren, Schmecken, Sehen, Riechen, Hören. Mit diesen Sinnen und den technischen Apparaturen, die wir zu ihrer Verstärkung ersonnen haben, können wir die physische Welt erforschen und uns ihre Möglichkeiten nutzbar machen. Darin hat es die Menschheit weit gebracht, heute weiter denn je. Unsere modernen wissenschaftlichen Errungenschaften, unsere technologischen Glanzleistungen sind Beweis, dass wir die physische Welt verstehen, erschliessen und uns zunutze machen können. Eine Geistwelt - so es sie gibt - müsste jenseits der physischen Dimensionen existieren. Sie könnte nicht durch die physischen Sinne erkennbar und messbar sein. Es müsste eine Welt sein, deren Erscheinungen normalerweise nicht gesehen, gefühlt, gerochen, geschmeckt und gehört werden können. Sie müsste, wenn sie existiert, ausserhalb der normalen menschlichen Erfahrung liegen. Also: Gibt es eine solche Welt?

In früheren, weniger anspruchsvollen Zeiten hatten die Menschen keine Schwierigkeiten, an unsichtbare Mächte und übernatürliche Wesen zu glauben. Im Garten tummelten sich Feen, im Wald Gnome und Elfen, in Spukhäusern Gespenster. Jeder Baum, Fels und Berg hatte seinen Geist. Manche waren gut und hilfreich, manche schalkhaft schadenfroh, manche durch und durch böse. Die Sterblichen waren sich dieser unsichtbaren Geistkräfte sehr bewusst und hüteten sich, sie zu verprellen oder zu beleidigen. Dann aber wuchs die materielle Welterkenntnis, und die Wissenschaftler zeigten uns, dass Naturkräfte die Welt regierten. Alles konnte ohne Rückgriff auf Übernatürliches erklärt werden. Jedenfalls glaubten das die Wissenschaftler einmal einhellig. Heute ist sich mancher nicht mehr so sicher. Je weiter Wissenschaftler die Grenzen der Erkenntnis in jede Richtung ausgeweitet haben, desto mehr zeigte sich, dass nicht alles durch physische und natürliche Kräfte erklärt werden kann.

Wenn wir mit der Welt des Übernatürlichen Kontakt aufnehmen, kommen wir mit mächtigen Kräften in Berührung, und es sind nicht nur wohlwollende. Der Verzweifelte, der Abenteuerlustige, auch der schlicht Neugierige kann dabei rasch in Schwierigkeiten geraten. In dieses Land sollte man sich nicht ohne einen guten Reiseführer wagen. Sehr vieles ist darüber bis heute publiziert worden. Manches ist Aberglaube und Unsinn, manches das Werk von Scharlatanen, die aus den Ängsten der Leichtgläubigen und Naiven Kapital schlagen. Doch es gibt auch viele aufrichtige und wohlmeinende Menschen, die sich uns als Fremdenführer in die Geistwelt anbieten.

Unser Leitfaden soll die Bibel sein. Sie ist die Offenbarung Gottes an den Menschen.
In ihr sagt er uns, was wir mit den fünf Sinnen nicht erkennen oder nicht voll verstehen können. Sie ist die Gebrauchsanleitung, die der Schöpfer seinem Geschöpf Mensch mitgegeben hat. Deshalb ist sie ein sicheres, zuverlässiges Standard und "Nachschlagewerk" für alles, was wir wissen müssen über die Kräfte, Mächte und Einflüsse, die jenseits unserer natürlichen Erfahrung liegen.

Text aus der Broschüre "Die Geistwelt"